Psychotherapie bei Phobie

Unter einer Phobie versteht man eine intensive Angst, die stets auf ein Objekt oder eine Situation bezogen ist. Charakteristisch für eine Phobie ist jedoch die unangemessene Intensität der Angst, die in keinem Verhältnis zum beängstigenden Stimulus erlebt wird. So wirkt sich eine Phobie stets körperlich auf den Betroffenen aus, sodass dieser unter Herzrasen, Angstschweiß, Atemnot und weiteren somatischen Symptomen leiden kann. Er selbst erkennt im Ruhezustand die Unangemessenheit seiner Angstzustände, kann sie jedoch in der angstauslösenden Situation nicht kontrollieren. So gibt es neben der bekannten Klaustrophobie (Platzangst) die verschiedensten weiteren Phobien. Hier kann beispielsweise an die Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Plätzen) oder die Dentophobie, die jedermann in abgeschwächter Form bekannt sein dürfte, gedacht werden. Handelt es sich bei letzterer doch um die Angst vor dem Zahnarzt.

In der Ursachenforschung spielt das Verbinden eines Angststimulus mit einer tatsächlichen Bedrohung eine große Rolle. So kann der Betroffene beispielsweise als Kind von dem lauten Knall eines platzenden Luftballons erschrocken sein. Dieser gelernte Reiz wird dann pauschal auf die Gesamtheit eines Luftballons übertragen. Wenn sich diese Furcht manifestiert, kann es zur Entstehung einer Phobie kommen.

Abhilfe kann in diesem Fall eine Psychotherapie schaffen, die den erworbenen Reiz aufdecken und mit einem positiven Stimulus verknüpfen kann. Dieser Prozess ist jedoch langwierig und erfordert viel Ausdauer und Disziplin des Patienten, der sich schließlich immer wieder gezielt mit der beängstigenden Ausgangssituation auseinandersetzen muss.