Essstörung und Psychotherapie

Eine Essstörung ist häufig die körperliche Auswirkung einer psychischen Erkrankung. Es gibt hierbei die unterschiedlichsten Formen von Essstörungen. Besonders bekannt dürften in diesem Zusammenhang die Adipositas (Fettsucht) und auf der anderen Seite die Anorexie (Magersucht) sein. Bei beiden Formen empfindet der Betroffene Essen nicht als überlebensnotwendiges Bedürfnis, sondern verliert zunehmend die Kontrolle über sein Essverhalten. Es dient ihm nicht mehr zur Nahrungsaufnahme, sondern als Mechanismus um tiefgründige psychische Erkrankungen zu kompensieren. Sowohl Adipositas als auch die Magersucht sind anerkannte Krankheiten, deren Behandlungskosten von den zuständigen Krankenkassen getragen werden müssen. Wie bei allen psychischen Erkrankungen benötigen die Betroffenen auch bei einer Essstörung viel Geduld und Disziplin. Sie müssen ihr Körpergefühl mit Hilfe eines Psychotherapeuten neu erlernen. Dies wird ihnen zumeist in speziellen Kuren, die mit begleitenden psychotherapeutischen Sitzungen einhergehen, näher gebracht.